Hier möchte ich meine Auspflanzversuche mit Zitruspflanzen dokumentieren, die laut Literatur als nicht oder nicht ausreichend frosthart gelten.
Kalte Überwinterung: Meine bisherigen Erfahrungen sprechen ganz klar dafür, dass eine kalte Überwinterung (nicht dunkel) einer warmen vorzuziehen ist. Die Schädlinge (Spinnmilben und Schildläuse) bleiben aus und der Winterschlaf lässt die Pflanze neue Kräfte tanken, was sich im Frühjahr sofort bemerkbar macht durch massiven Neuaustrieb und Blütenbildung.
Der Winterschlaf schützt die Pflanze vor den Frostauswirkungen, wobei auch hier ganz klar Grenzen bestehen die in der Tiefe und Dauer des Frostes bestehen.
Sonniger Standort: Ganz wichtig ist es, der Pflanze einen sonnigen Standort zu geben. Sie benötigt diesen sonnigen Standort um über das Jahr hinweg ausreichend Kraft für den Winter zu sammeln. Die Blütenbildung und Fruchtentwicklung fordert der Zitruspflanze viel Kraft ab.
Schutz vor Witterung / Isolierender Winterschutz: Wichtig ist es auch, die Pflanze im Winter vor Witterung (Wind und Regen) zu schützen und durch eine gute Isolierung (Styrodur) die ausgepflanzte Zitruspflanze entsprechend vor zuviel Frost zu schützen. Eine geringe Wärmequelle (Grablicht, Lichterschlauch) kann bei guter Isolierung ausreichend sein, erfolgreich zu überwintern.
Exotenfreunde die Erfahrung mit der erfolgreichen Überwinterung frostharter Palmen haben (Brahea, Butia, etc.), könnten sich auch an der Überwinterung eines Zitrusbaumes versuchen. Die Bedingungen sind sehr ähnlich!