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Das Ergebnis aus der Züchtung von C. paradisi x Poncirus trifoliata wurde mit C. sinensis weiter gezüchtet mit dem Ergebnis der Hybrid 119. 

Der Bestandteil C. paradisi wird als Duncan Grapefruit, die C. sinensis als Succory Orange angegeben. 

Die Frosthärte dieser frostharten Orange wird mit -10 Grad angegeben, was nach ersten Erfahrungen als durchaus realistisch eingeschätzt wird. 

Anfang Mai 2007 wurde eine kleine Hybrid 119 ausgepflanzt, die in 2007 einmal neu austrieb.

Foto 01.05.2007Foto 08.07.2007

Eine trockene Kälte von -5 / -6 Grad machte ihr nichts aus.

Als aber bei Temperaturen von -1 / -2 Grad Regen und Wind dazukamen wurden die Blätter zusehends trockener und wurden letztlich abgeworfen. Der blattlose Trieb starb letztlich von der Spitze her ab.

Auf einen Regenschutz kann zumindest bei kleinen Pflanzen im Winter nicht verzichtet werden.


Foto 02.01.2008,
Hybrid 119 mit Frostrand, ohne Problem bei -5 Grad
Foto 14.03.2008,
Winterschaden durch nasskaltes Wetter, Blattfall, Zweige sterben ab.

In 2008 trieb sie bis Anfang August bisher zweimal aus, wobei sie diesmal einige Triebe in die Höhe schickte. Allein der erste Austrieb brachte weit mehr Blätter als im Winter verloren wurden und die Pflanze regenerierte sich bis Ende Mai vollständig.


Foto Anfang Mai / Juni 2008,
frische Austriebe, Winterschaden ist vergessen
Foto Ende Juli 2008,
weitere Austriebe, nach oben fixiert.

Die Blätter der Hybrid 119 werden, wenn sie frisch und hellgrün sind, gerne von (Nackt)Schnecken angefressen. Wenn sie dunkelgrün sind, sind sie sehr fest und zeigten keinerlei Fraßspuren. Auch der Dickmaulrüssler (siehe Schädlinge) wurde schon vereinzelt auf den neuen Blättern sitzend gefunden.


Frisches Blatt
Blattäderung setzt ein
Blatt dunkelgrün und fest

Im harten Winter 2008 / 2009 gab es als maximale Außentemperatur einen Wert von -18 Grad. Innerhalb des Schutzes gab es zumindest zeitweise -10 Grad.

Die Hybrid 119 US fror ein ganzes Stück zurück. Alle in 2008 gekommenen Neutriebe sind abgefroren.

Ab April 2009 gab es die ersten Neuaustriebe. Schnecken und Katzen, die durchs Beet streifen scheinen aber dafür gesorgt zu haben, dass viele sich nicht lange gehalten haben und wachsen konnten. Ein schöner kräftiger Neuaustrieb wurde von einer Schnecke am Ansatz quer angefressen und brach später ab.


Foto 17.05.2009, eine Nacktschnecke frisst an den Neuaustrieben. Deutlich zu sehen, wie unten der kräftige Trieb bereits angefressen wurde und nur noch an einer schmalen Stelle Kontakt zur Hauptpflanze hat.
Foto 11.05.2009, Viele Neuaustriebe der Hybrid 119 US. Die alten Zweige sind jetzt bereits langsam verholzt.

Foto 10.05.2009

Da sich die Hybrid 119 US bisher als recht frosthart erwiesen hat und ich gerne mehr als ein Eisen im Feuer hätte, um eine Chance auf einen frostharten Orangebaum zu haben, habe ich mir am letzten April Wochenende auf der Raritätenmesse in Essen zwei neue Hybrid 119 US Veredelungen gekauft und umgehend im wintergeschützten, vollsonnigen Beet ausgepflanzt.

Foto 21.08.2009, beide neuen Hybrid 119 haben zumindest einmal ausgetrieben. Die rechte Hybrid119 hat einen 2. Trieb gebildet.Foto 20.08.2009, die "ältere" Hybrid 119 wächst mittlerweile dreistämmig. Sie war formmäßig nicht mehr auf eine einstämmige Pflanze zu bringen.

Foto 15.05.2010

Die "große" Hybrid 119 ist tatsächlich bei maximal -6 Grad bodentief zurückgefroren und treibt hier neu aus. Von drei recht stark eingeschätzen Trieben, kommt auch nur an einem ein Neuaustrieb. Der Rest wurde abgeschnitten.

Ich gehe derzeit davon aus, dass ich es hier mit einem besonders schwachem Exemplar zu tun habe und werde es auch nicht weiter dokumentieren, falls es wieder kommen sollte.

Dafür werde ich die beiden neuen Hybrid 119 US dokumentieren, die den Winter im wintergeschützten Beet bei gleichen max. -6 Grad sehr gut überstanden haben.

Eine davon wächst im wintergeschützten Beet weiter, während die andere in der Nähe der Hauswand ausgepflanzt wurde.

Foto 03.06.2010, Hybrid 119 nähe Wüstenbeet am Haus.Foto 03.06.2010, Hybrid 119 im wintergeschützten Beet.

Kurzinfo April 2011:
Beide Hybrid 119 US haben die Überwinterung gut und schadlos überstanden (Tmax -10 Grad). Die Hybrid 119 aus dem geschützten Bereich wurde ebenfalls an den Rand des Wüstenbeetes umgesetzt.

Foto 31.07.2011, die Hybrid 119 ist gut angewachsen und hat einen kräftigen Seitentrieb bekommen, den ich nächstes Jahr aber Abschneiden werde. Sie ist im unteren Bereich schon etwas verholzt.Foto 31.07.2011, die versetzte Hybrid 119 wächst ebenfalls gut am Standort. Sie wächst gerader als die andere Hybrid.

Beide Hybrid 119 haben bis heute (02.10.2011) einiges an Höhe gemacht. Das Stück der Veredelungsunterlage und auch das darüber gelegen Stück des Edelreisers ist bereits verdickt und verholzt.

Foto 08.10.2011, die Hybrid hat dieses Jahr, hochgebunden an einen Bambusstab, Höhe gemachtFoto 08.10.2011, auch diese zuletzt hierhin umgesetzte Hybrid 119 ist gut angewachsen und macht Höhe