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DÜNGEN

Ich beschäftige mich auch seit diesem Jahr mit Düngen (2008). Bisher war ich mit dem Pflege- / Anzucht- und Wachstumserfolg auch so zufrieden.

Wahl des Standorts und des Substrates erscheinen mir da wichtiger.

Nach Dünger zu schauen, heißt auch immer sich mit Pflanzenchemie zu beschäftigen. Das ist eine Wissenschaft für sich.

Da mir das auch zu weit geht, versuche ich mein weniges Wissen so einfach wie möglich aufzuschreiben.

Auf jedem Dünger steht ein NPK-Wert und andere Werte darauf.

N = Stickstoff

P = wasserlösliches Phosphat

K = wasserlösliches Kaliumoxid

Mein Wissen beschränkt sich darauf, dass Stickstoff (N) sich sehr gut auf die Blattentwicklung auswirkt, Phosphat (P) ist gut für die Blütenbildung und Kaliumoxid (K) gut für die Fruchtentwicklung.

Jede Pflanze braucht aber alle diese Stoffe PLUS gewisse Spurennährstoffe (Schwefel, Eisen, Bor, Magnesium, Kalzium, etc.) in einer gewissen Zusammensetzung / Kombination, damit keine Mangelerscheinung entsteht, die dann als gelbliche Blätter (Chlorose) sichtbar wird.

Zuviel von einem Stoff kann zu einer Ablagerung im Erdreich und möglichen Schädigung der Pflanze führen.

Zitrus benötigen einen guten Stickstoffwert mit einem sehr niedrigen Phosphatwert. Der Kaliumoxidwert sollte zwischen Stickstoff- und Phosphatwert liegen.

Palmen benötigen ebenfalls viel Stickstoff und weniger Phosphat.

Anmerkung:
Rindenmulch eingesetzt als Winterschutz, zersetzt sich langsam im Frühjahr, was dem Boden Stickstoff entzieht. Man sollte also den Rindenmulch im Frühjahr entfernen und entsprechend dem Boden wieder Stickstoff zuführen, beispielsweise durch Blaukorn im Gießwasser oder eingearbeitet in der Erde.

Sind die Wurzeln der Exoten geschädigt durch den Bodenfrost oder andere Umstände, kann man sie fördern und zur Schadensreparatur anregen, in dem man dem Gießwasser Auxin beifügt, beispielsweise in der Form von Superthrive.

Hierbei handelt es sich um fördernde Hormone für die Pflanze. Man sollte sehr vorsichtig und bedacht damit umgehen. Dieser Wachstumsschub, den die Pflanze dann möglicherweise erhält, muss ja auch durch entsprechende Kraft der Pflanze "finanziert" werden.

Ein Sportler der Dopingmittel nimmt, bekommt seinen Leistungsschub ja auch auf Kosten seines Körpers und kann diese Wirkung eben nur kurzfristig erhalten.

Das Mittel wirkt nur bei mindestens +10 Grad. Ein Einsatz im Außenbereich im Spätherbst oder Winter ist damit also nutzlos.