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(Nackt)Schnecken:

Bevorzugte Nahrungspflanzen:

Lilien, Canna / Indisches Blumenrohr, Funktien, teilweise Tulpen

junge, weiche Blätter von beispielsweise Orange und Exoten (Cordylines). Bei Palmen noch keine Fraßspuren gehabt.

Bei zwei Cordylines versuchte eine Schnecke in den inneren Blattkegel zu kommen. Einmal ist es ihr gelungen, so dass man etliche Blätter im Inneren der Pflanze ziehen konnte und jetzt dort das Herz der Pflanze freiliegt und noch einige Blätter am Stiel braun sind.

Foto 17.05.2009

Eine mittelgroße Nacktschnecke frißt meine Cordyline australis var. purpurea an.
Foto 17.05.2009, eine kleinere Nacktschnecke auf dem frischen Austrieb meiner frostharten Orange Hybrid 119 US. Bei genauem Hinsehen erkennt man unten am Austrieb bereits eine Verdünnung durch Schneckenfraß. Dieser Austrieb wird wohl nicht groß werden. :-(

Abhilfe:

Morgens (bis 06:30 Uhr), nach Regen oder abends bei Dunkelheit absammeln. Beste Möglichkeit und nach 1 Woche absammeln hat man weitgehend Ruhe und nur noch vereinzelt Schnecken im Garten.

Schneckenkorn nur als Zusatzmaßnahme neben dem Absammeln empfehlenswert.

Eine Bierfalle (Bier in Gefäß / Schale offen in den Garten stellen als Lockmittel) lockt alle Schnecken aus der Umgebung in ihren Garten...nicht empfehlenswert!

Dickmaulrüssler (Käfer)

Der Dickmaulrüssler ist ein antrazit / schwarzer Käfer der nachtaktiv ist. Er frisst aus den Blättern Buchten heraus und so kann sein Schadensbild von dem der Schnecken und Raupen unterschieden werden.

Seine Larven legt er in die Erde, welche sich von den Wurzeln der Pflanzen ernähren und dadurch großen Schaden anrichten können.

Foto Dickmaulrüssler

Zielpflanzen für den Käfer sind (soweit im Garten bisher gesehen) Kamelien, Clematis, Passiflora, auch frische, weiche Zitrusblätter


Abhilfe:

Absammeln bei Nacht / Dunkelheit.

Mit der Taschenlampe auf die Jagd gehen und ein Gefäß unter den Käfer halten, da dieser sich bei Bewegung des Blattes fallen lässt und kaum vom Erdreich zu unterscheiden ist, wenn er sich nicht bewegt.

In der ersten Absammlungsnacht wurden 6 Käfer gefunden. Also keine Massen von Käfern erwarten.

Die Larven werden mit Nematoden bekämpft, die man mit dem Gießwasser bei Dämmerung / Dunkelheit in die Erde einbringt und die Larven töten.

Anmerkung:
Derzeit (Mitte Mai 2009) habe ich jetzt schon zweimal grün-metallic-farbene, kleinere Käfer gesehen, die genauso aussehen wie der Dickmaulrüssler. Diese konnten fliegen und saßen entweder auf den Lilien oder wanderten munter die Hausmauer hoch, um auf die Dachterrasse zu kommen. Selbst die Riefen im Rückenpanzer des Käfers waren identisch zu denen des Dickmaulrüsslers. Ich gehe davon aus, dass es sich hier um Jungtiere dieses Schädlings handelt.

Der Käfer kann zwar nicht fliegen, krabbelt aber spätnachmittags / abends auch an den Häuserwänden nach oben. Was auch das zeitweise Auftauchen auf der Dachterrasse erklärt!


Trauermücken:

Trauermücken sind insbesondere im Winter ein Problem. Sie tauchen bei Staunässe auf. Bei starkem befall wirkt es, als würde sich die Erde im Topf bewegen. Die Wurzeln der Pflanzen in diesen Töpfen können durch den Trauermückenbefall geschädigt werden.

Abhilfe:

1. Gelbsticker in die Erde stecken oder an Blätter hängen. Diese sind mit Leim bestrichen, wo die Fliegen kleben bleiben (s, Bild).

2. Nur noch von unten in den Unterteller gießen. Die Wurzeln werden weiter versorgt, aber die obere Erdschicht bleibt trocken. Dadurch keine feuchte Erde mehr, wie die Trauermücken sie brauchen.




Spinnmilben:

Spinnmilben saugen den Pflanzensaft einer Pflanze aus und bewegen sich über eine Art Netz, was sie über das Blatt spannen.
Daran erkennt man auch den Befall, der oft an der Blattunterseite, aber auch an der Oberseite des Blattes vorliegt.

Hilfsmittel sind gewisse Insektizide. Ich nutze ein Sprühmittel dagegen und wische die Blätter ab. Bei Fiederblättern, hilft nur das Sprühen.

Spinnmilben mögen keine hohe Lftfeuchtigkeit. Daher treten sie vorwiegend zur Winterzeit auf, wenn die Luft trockener ist und befallen die Indoor-Pflanzen.

Foto 07.03.2011, leichter Spinnmilben-Befall eines neuen Blattes einer Agave (ovatifolia frosty blue))Foto 07.03.2011, stärkerer Spinnmilben-Befall der gleichen Agave

Während bei weicheren Blättern (wie bei Bananen, Strelitzien, Galgant, etc.) die Blätter von der Spitze her trocken werden, verblassen, ist es bei Agaven so, dass die Blätter vernarben und kleine Flecken aufweisen.